Abfallverarbeitung
Mit veränderten gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen werden heute zunehmend Abfälle aus der Kette der Produktion und Konsumtion in Verwertungssystemen aufgearbeitet, um einerseits den knappen Deponieraum und die durch die Ablagerungen belastet Umwelt zu schonen sowie andererseits wertvolle stoffliche und energetische Ressourcen der verschiedenen Abfallfraktionen zu nutzen.
Das Spektrum der Abfallgruppen ist sehr vielfältig und differiert teilweise selbst innerhalb gleicher Fraktionen durch regionale und saisonale Unterschiede. Zudem stehen die verwertbaren Fraktionen in der Regel nicht sortenrein zur Verfügung. Für eine erfolgreiche Verwertung bestimmter Stoffgruppen bzw. Einzelfraktionen ist eine Abtrennung aus dem Abfallaufkommen und die Konditionierung entsprechend den eingesetzten Verwertungsverfahren erforderlich.
Neben zahlreichen neuen Recyclingverfahren ist insbesondere in den letzten Jahrzehnten eine leistungsfähige Sortier- und Konditioniertechnik entwicklet worden.
 
Nachfolgend einige Beispiele aus einer Vielzahl von Aggregaten und Maschinensystemen, die heute auf dem Markt angeboten werden und sich vielfach bewährt haben. Sie zeichnen sich in der Regel durch einen hohen Spezialisierungsgrad für bestimmte Fraktionen und Funktionen aus, oder sind entsprechend konfigurierbar:
  • spezielle Behältertechnik und Logistiksysteme für die verschiedenen Abfälle
  • Schneidsysteme zum Aufschneiden von Müllsäcken bei kommunalen Abfällen ohne den Inhalt zu zerkleinern (teilweise für die nachgeschalteten System von Bedeutung)
  • Siebsysteme in unterschiedlichen technologischen Ausführungen (Trommel-, Vibrations-, Stern/Scheiben- ...) der Siebe werden nicht nur zur Korngrößenklassierung eingesetzt. Sie dienen auch der "selektiven Siebung" - Separierung von Stoffgruppen, wenn diese im Abfall in bestimmten Korngößen dominieren.
  • Zerkleinerer, Schredder, Mühlen ... Zerkleinerungselemente und bauliche Ausführung dieser Aggregate werden entsprechend dem Abfallstrom ausgewählt oder angepaßt.
  • Metallabscheider: Fe-Abscheider über ferromagnetische Elemente; NE-Abscheider über Wirbelstrommagnetsysteme
  • Sortier- bzw. Separationssysteme: Windsichter, Prallabscheider, Schwimm-Sink-Abscheider, manuelle Sortierung, optische und elektronische Erkennungssysteme für verschiedene Stoffgruppen ...
...technische Systeme in der Abfallaufbereitung
 
Die Einrichtung einer leistungsfähigen Verarbeitungs- und Verwertungsstrecke erfordert für jeden Einsatzfall einen genaue Analyse der Abfallarten und Zusammensetzungen sowie der territorialen Gegebenheiten. Damit ist nicht nur eine optimale Auswahl der Verarbeitungsstrecke und der Verwertungsverfahren möglich, sondern es können den strukturellen Bedingungen entsprechend periphere Einrichtungen bei der Projektierung mit einbezogen werden.
 
 
Anlagenbeispiel
 
Das dargestellte Beispiel stellt eine Abfallverarbeitungsanlage dar, die systemübergreifend optimiert wurde und durch zusätzliche Anlagenteile den territorialen Rahmenbedingungen entsprechen kann.
Eine griechische Touritikinsel stellvertretend für eine Vielzahl von Inseln im mediteranen Bereich weist folgende Probleme auf :
  • sehr großes Abfallaufkommen in den Sommermonaten durch die Touristen
  • örtliche Abfalldeponie hat keine Ablagerungskapazitäten mehr (z.T. "wilde" Ablagerungen)
  • erhebliche Bodenerrosion durch Überbewirtschaftung im Weinbau während der zurückliegenden Jahrzehnte (Ertragsrückgang und wirtschaftliche Probleme der landwirtschaftlichen Kooperative )
  • Stromversorgung erfolgt über Seekabel; Stromtarife relativ hoch
Es wurde eine Anlage entwickelt die durch folgende Hauptelemente gekennzeichnet ist:
  • Abfallverarbeitung (Separierung des Mülls in recyclbare Fraktion und Konditionierung zur Verwertung)
  • Biogasanlage
  • Kompostieranlage
  • Energiezentrale (mit Blockheizkraftwerk und Adsorptionskältemaschine)
  • Hydroponic-Gewächshaus
Intergrierte Abfallaufbereitungstechnik

Klicken Sie für weitere Informationen!